Mit einer Hinrichtungswelle versucht das iranische Regime, den Drang nach Freiheit in der eigenen Bevölkerung gausam zu unterdrücken. Die Bevölkerung reagiert mit einem trotzigen “jetzt erst recht”, weswegen alle Augen auf Iran gerichtet sein sollten: Lässt das Interesse der westlichen Öffentlichkeit an dem Land nach, wirkt das wie eine Einladung auf die Machthaber, weitere Exempel zu statuieren, um der Lage wieder Herr zu werden.
Schlagwort: Menschenrechte
Die Fratze des klerikalen Regimes
Niemand sollte sich dieses Video anschauen, das die iranische Menschenrechtsaktivistin Masih Alinejad ins Netz gestellt hat (ich habe es auch nicht getan): Es soll die Hinrichtung des jungen Iraners Majid Reza Rahnavard zeigen, der im Morgengrauen in Maschhad für seine Teilnahme an den Protesten hingerichtet wurde. In dieser entwürdigenden Praxis erweist sich die Fratze des iranischen Regimes, die nichts menschliches an sich hat.
Wie geht es weiter mit Iran?
Der Widerstand gegen das Regime ist gewaltig, seit vier Wochen nun schon erleben wir die jüngste Welle eines nicht nachlassenden Freiheitsdrangs der iranischen Bevölkerung, die hohe persönliche Risiken im Kampf um ein menschenwürdiges Leben in Kauf nimmt. Doch gesetzt den Fall, dieses Mal gelänge es wirklich, die Mullahherrschaft abzuschütteln – wie könnte dessen Ende aussehen?
Freiheit und Kopftuch
Im Iran strömen die Menschen in Scharen gegen das Regime auf die Strassen. Einmal mehr wird das Kopftuch zum Symbol des repressiven Charakters der Islamischen Republik Iran. Oder ist es vielmehr der Kopftuchzwang, nicht das Kopftuch selbst, wie viele westliche Kommentatoren klarzustellen sich beeilen, die einen Reputationsschaden für den Islam befürchten?
Etwas ist anders
Wenn die Lautsprecher, Propagandisten, Schönredner, Versteher und Lobbyisten des iranischen Regimes zu den aktuellen Ausschreitungen entweder schweigen oder das Lager wechseln, dann hat sich etwas geändert.
Wannseekonferenz
Goldstein heisst ein Soldat in Norman Mailers Roman “Die Nackten und die Toten” und Mailer lässt ihn sich an eine unangenehme Begegnung mit einem zornigen Mann erinnern, einen groben Klotz von einem Bauernjungen. Brutal sei sein Gesicht gewesen, womit Goldstein bei einer ganz anderen Geschichte anlangt: “Das war das Gesicht, das hinter allen Judenpogromen stand.“
Weltoffen und zugleich realistisch
Die Debatte um Flüchtlinge, die Frage des Asyls und Deutschlands Zukunft als Einwanderungsland wird seit Jahren schon stark ideologisch geführt und wir wären einen grossen Schritt weiter, wenn Asyl und Einwanderung nicht andauernd miteinander verwechselt würden und sich endlich herumspräche, dass Schlepper keineswegs nur kleine Gauner sind, die Flüchtlinge illegal über die Grenze bringen, sondern Kriminelle, die mit Lügen andere Menschen dazu bewegen, ihr Heimatland zu verlassen, um einer illusorischen Vorstellung vom Leben in Deutschland hinterherzujagen und dabei das eigene Leben zu riskieren.