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Iran

Ist dies das Ende?

Khamenei, der greise Diktator eines niederträchtigen Regimes auf dem Boden des einstmals so stolzen Iran, hat seinen Schergen freie Hand gegeben, den jüngsten Aufstand der eigenen Bevölkerung mit allen Mitteln niederzuschlagen. Das scheint gelungen. Doch was kommt als nächstes?

Das verhasste islamische Regime, das sich gegen alle Widerstände an die Macht klammert, soll mittlerweile 20.000 Protestierende getötet haben; auch höhere Zahlen werden genannt. Die Leichen der Getöteten werden den Angehörigen nicht einfach ausgehändigt, sondern zu Wucherpreisen verkauft.

Jede Kugel, die den Körper zerfetzt hat, muss zusätzlich bezahlt werden. Zudem wird der Besitz der Getöteten vom Staat konfisziert. All dies dient der Demütigung der Familien und der Abschreckung möglicher Nachahmer. Natürlich macht sich das Regime dadurch in der Bevölkerung nur noch verhasster.

Als ob dies noch nicht genug wäre, ist mit einer Welle von Schauprozessen und anschliessenden Hinrichtungen zu rechnen und natürlich werden die Turbanträger und ihre Handlanger das eiserne Band des Terrors um die eigene Bevölkerung herum noch einmal verstärken. Die Infrastrukur der Unterdrückung bekommt ein Update.

Macht Trump etwas? Oder Netanjahu?

Es sind vielleicht nur Gerüchte, aber nach Angaben des Mediendienstes «Manoto» zufolge (eigentlich ein oppositioneller TV-Sender, der jedoch mittlerweile seinen Sendebetrieb eingestellt hat und nur noch auf den sozialen Medien aktiv ist) erwägen die USA innerhalb von zwei Tagen die Hauptquartiere von Pasdaran und Basij anzugreifen.

Pasdaran und Basij sind die Schlägertruppen des Regimes, wobei «Schlägertruppen» eine ebenso treffende wie irreführende Bezeichnung ist, agieren beide doch wie ein Staat im Staate und verfügen sie über gewaltige Ressourcen. Diese «Revolutionsgarden» genannten Strukturen des Terrors aus der der Luft heraus zu brechen oder wenigstens entscheidend zu schwächen, dürfte eine gewaltige Herausforderung sein.

Freilich sind seid Veröffentlichung der Nachricht die zwei Tage abgelaufen; neue Hinweise, nach denen US-Präsident Trump dennoch in den nächsten Tagen in Iran militärisch eingreifen könnten, scheinen wenig glaubhaft. Auch Israels Premierminister Netanjahu, der im September 2024 signalisiert hat, den Iranerinnen und Iranern bei der Beseitigung des Regimes zur Seite zu stehen, hält sich zurück.

Das Regime kämpft um sein Überleben, aber in verwundetem Zustand ist es besonders gefährlich. Dennoch kann sich die Europäische Union nicht einmal darauf einigen, die Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen. Derweil wendet sich die Weltöffentlichkeit anderen Ereignissen zu und ebbt das Interesse an Iran allmählich ab.