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Geschichte

Palästina missverstehen

In den universitären Islamwissenschaften hadert man scchon lange mit Israel, dementsprechend gross ist die Voreinge-nommenheit gegen den jüdischen Staat. Ein Vortrag des Arabisten und Islamwissenschaftlers Alexander Flores beinhaltet all die Einseitigkeiten, Irreführungen und Verzerrungen, die typisch sind für ein Fach, das sich weigert, eine kritische Distanz zum eigenen Forschungsgegenstand einzunehmen.

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Amerikas Unabhängigkeit

Den ersten Siedlern galt Amerika als Paradies auf Erden, später als neues Jerusalem und überhaupt als Hort unübertroffener Grösse, in der sich leicht eine alte puritanische Mission wiedererkennen lässt. So nimmt es nicht wunder, dass Neu-England schon Mitte des 17. Jahrhunderts sich als freier Staat gegen England behauptete und einzelne Kolonien ihre eigenen Institutionen begründeten.

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Politik und Öffentlichkeit

Kommt ein Israeli zum Arzt

Jeder Text hat eine Intention und wer seine Intention nicht erkennen will, der sucht den Skandal, an deren vorläufigem Ende die Depublikation steht, also das Löschen des Textes, in den schlimmeren Fällen gar das Ende der Karriere.

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Geopolitik

Eine iranische Demokratie

Ein Kommentar in der „Welt“ wiederkäut all die Argumente, die der Verfasser in einem anderen Kommentar gelesen hat, dessen Verfasser sich wiederum bei einem Historiker bedient, dessen Befunde zur iranischen Gesellschaft er selektiv zitiert. Ein tiefverwurzelter orientalischer Despotismus wäre demnach der Grund, warum Ansätze einer Demokratie scheitern müssen.

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Politik und Öffentlichkeit

Rom als Trump’sche Travestie

Von ihren politischen Überzeugungen einmal abgesehen, haben der amerikanische Präsident Donald Trump und die Unternehmer Elon Musk und Mark Zuckerberg noch etwas anderes gemeinsam – es ist ihre Bewunderung für das alte Rom, dessen Erbe die Vereinigten Staaten zweifelsohne sind. Doch gibt es an der Politik Trumps etwas, das den Vergleich mit Rom rechtfertigt?

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Russland

Putins Beichtvater

Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hatte der Kaiser mehrere Beichtväter, die zugleich theologisch geschult waren. Sie gehörten bis zu seinem Tod zu seinen engsten Vertrauten. Religiosität war dabei keine Privatangelegenheit, sondern Teil einer Hofkultur, die im Mittelalter und damit noch lange vor dem Aufkommen der Massenmedien auf Symbolwirkung in der Öffentlichkeit zielte.

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Antisemitismus

Wenn der Mob tobt

Nicht nur dem israelischen Premierminister Netanjahu kommt bei den Ausschreitungen in Amsterdam die Reichspogromnacht vor 86 Jahren in den Sinn. Deren Wiederholung sind sie zwar nicht, aber Europa muss dafür sorgen, dass der Mob nicht die Oberhand gewinnt. Denn, wie schon Hannah Arendt schrieb: „Der Mob kann nicht wählen, er kann nur akklamieren oder steinigen.“