Viele wollen es nicht glauben: Dass ein Iran nach dem Ende der Mullahherrschaft stabiler und friedfertiger sein könnte. Der ernüchternde Zustand des Nachbarlandes Irak nach dem Sturz von dessen langjährgien Diktator Saddam Hussein oder der Blick auf Afghanistan, das heute unter der Herrschaft der Taliban steht, scheinen den Gegnern eines Regimewechsels recht zu geben.
Schlagwort: Naher Osten
Es bestehen kaum noch Zweifel, dass Israel auch die letzten Reste des islamischen Regimes in Iran beseitigen will, damit die iranische Bevölkerung endlich die Macht übernehmen und den Iran zu einem prosperierenden und friedlichen Land machen kann. Noch nie in den vergangenen Jahrzehnten war die Chance für einen Regimewechsel so gross wie heute.
Angesichts des israelischen Angriffs auf die militärischen Kapazitäten Irans wimmelt es von juristischen Stellungnahmen zur Frage der völkerrechtlichen Legitimation. Deren Tenor lautet durchweg: Nicht das Verhalten Irans, sondern dasjenige Israels verstosse gegen das Recht. Wie kann das sein?
Der Kopf der Schlange
Kaum hat die israelische Regierung zu einem umfassenden Schlag gegen das Teheraner Regime angesetzt, überschlagen sich die Kommentare und Analysen vieler Medien mit törichten Warnungen vor einer Eskalation des Konflikts und absurde Appelle an beide Seiten, die iranische wie die israelische, den Krieg mit Rücksicht auf die Zivilbevölkerung zu stoppen.
Netanjahu gegen Israel?
Israels Premier ist der längste amtierende Ministerpräsident seines Landes. Er könnte auch als der tagischste in die Geschichtsbücher eingehen. Denn er führt einen Krieg, den er nicht gewinnen kann, und der, je länger er dauert, der Hamas mehr hilft, als dass er sie zerstört. All das Leid und das Elend im Gazastreifen und all die …
Das Schweigen des Postkolonialisten
Vor Jahren hat der indische Schriftsteller Pankaj Mishra mit seinem Machwerk „Aus den Ruinen des Empires“ bewiesen, dass er völlig skrupellos mit historischen Fakten unzugehen bereit ist und dafür vom deutschen Feuiletton auch noch gelobt werden kann. Doch wenn Scharlatane nicht gestoppt werden, machen sie weiter. Im taz-Interview verschweigt Mishra denn auch den Grund, warum …
Trumps Welt
In der Politik können Lügen Erfolg haben, wenn sie nur enorm sind. Das schrieb Hannah Arendt in ihrem monumentalen Werk „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“ und Donald Trumps Lügen sind ebenso enorm wie sein Erfolg in der Politik. Seine zweite Amtszeit als Präsident der USA lässt nichts Gutes erwarten.
Der Nahe Osten erlebt eine beispiellose Umwälzung, seitdem Israel nach dem Massaker vom 7. Oktober die Machtbalance zu seinen Gunsten verschoben, die Hamas zerschlagen und die allmächtige Hisbollah in die Knie gezwungen hat. Das iranische Mullah-Regime wird zum grossen Verlierer, da stürzt auch noch Syriens Assad und werden die jemenitischen Houthis zurückgedrängt. Während Russland aus Syrien abzieht, zeigt die Türkei unter Erdogan ihr wahres Gesicht und besetzt einen Teil des Nachbarlandes. Das alles kann vermeintliche Nahost-Experten nicht erschüttern.
An dem Tag, als Assad das geschundene Syrien für immer verlassen hat, frage ich eine Freundin in Damaskus, wie sie die Lage erlebt. Während des Krieges lebte sie ein zeitlang in Ghana, bevor sie in ihr Heimatland zurückkehrte. Ich will wissen, ob es ihr gutgeht, ob sie und ihre Familie sicher seien. Ihre Antwort ist erschütternd.
Syrien nach Assad
Syriens Diktator Bashar al-Assad hat Damaskus mit unbekanntem Ziel verlassen, sein Regime ist damit nach 24 Jahren Geschichte. Der Sturz kommt überraschend schnell und ist auch eine Niederlage für Russland und die Islamische Republik, sowie die mit dieser verbundenen Hisbollah. Die selbsternannte „Achse des Widerstands“ gegen Israel ist zerbrochen. Zumindest vorerst.